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Staat belohnt privat Pflegeversicherte
08.07.2020 20:13

Staat belohnt privat Pflegeversicherte

Immer mehr Deutsche sind im Alter auf professionelle Pflege angewiesen. Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen dafür oft nicht aus. Mit einer Pflegezusatzversicherung lässt sich diese Finanzierungslücke aber schließen. Der Staat zahlt monatlich sogar Geld dazu. Diese laufende Förderung sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Fast drei Million Deutsche sind zurzeit auf Pflege angewiesen. Die Qualität der Betreuung hängt natürlich davon ab, wie viel man dafür zahlen kann. Stationäre Pflege in einer guten Facheinrichtung kostet oft 3.000 Euro im Monat und mehr. Die Zahlungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen dafür oft nicht aus, die Differenz zahlt man als Betroffener aus der eigenen Tasche. Rund 1.800 Euro im Monat müssen Pflegeheimbewohner im Durchschnitt selbst aufbringen, so der Verband der Ersatzkassen VDEK. Kann man den Eigenanteil im Pflegeheim nicht mehr selbst finanzieren, weil die Altersversorgung nicht ausreicht und die Ersparnisse aufgebraucht sind, wird man schnell zum Sozialfall. Sogar die eigenen Kinder müssen oft finanziell für ihre pflegebedürftigen Eltern einspringen. Erfreulich: Das Risiko hoher Pflegekosten kann man mit einer staatlich geförderten Pflegezusatzversicherung absichern. Die Versicherungsanbieter dürfen den Abschluss eines solchen Vertrags nicht vom Gesundheitsstatus abhängig machen und keinen Bewerber wegen erhöhter Risiken oder Vorerkrankungen ablehnen.

Die staatliche Förderung von fünf Euro im Monat erhält jeder, der mindestens zehn Euro Eigenanteil in seine Pflegezusatzversicherung einzahlt. Als Versicherer muss man sich nicht selbst um den Zuschuss kümmern, denn der Versicherer stellt den Antrag bei der Zulagenstelle automatisch. Übrigens: Aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung werden Frauen im Alter etwa doppelt so häufig pflegebedürftig wie Männer, für sie ist die private Absicherung deshalb umso wichtiger. Durch Unisex-Tarife sind Pflegezusatzversicherungen für Frauen aber genauso günstig zu bekommen wie für Männer.

(Quelle: Promakler Media (FT) / Kategorie: Versicherung / Bild: sabinevanerp@pixabay)

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